Jaipur – the pink City

Als 1876 der Besuch des englischen Kronprinzen Albert Eduard anstand, entschloss man sich, die gesamte heutige Altstadt Rosa anzustreichen. Deshalb der Name „Pink City“. Wenn man sich der Stadt vom Bahnhof aus nähert, sieht man davon erstmal nicht so viel und Jaipur bietet dasselbe Bild wie viele andere Großstädte im Norden Indiens: hunderte Tuktuks, die um Kundschaft buhlen, kleine Garküchen in denen Samoas oder andere Köstlichkeiten gebrutzelt werden, Stoffbasare, Kioske und viele Menschen. So langsam gewöhnen wir uns an das permanente Hupen und sind auch schon recht routiniert im Abwehren allzu aufdringlicher Rikschafahrer. Unser Hotel ist in Ordnung und hat eine nette Dachterrasse für’s Frühstück. Während der Zugfahrt haben wir bereits einen Stadtrundgang mit „Jaipur Cultural Walk“ gebucht und wurden von unserem Guide Kumar abgeholt. Zusammen mit zwei Engländern erkunden wir die Pink City. Dabei gab es natürlich eine Menge zu essen und wir konnten auch zusehen, wie die indischen Süßigkeiten hergestellt werden. Wir wurden von Kumar in ein ziemlich verfallenes Gebäude geführt, in dem ein Töpfer aus einer niedrigen Kaste seine Kunst vorführte und uns das Töpfern an der Scheibe ausprobieren ließ. Es gelang mir anfänglich recht gut, dann eine falsche Bewegung und mein Kunstwerk flog quer durch den Raum. Die Leute um uns herum haben sich ziemlich amüsiert. Am Schluss gab es noch ein vegetarisches Abendessen gegenüber dem Palast der Winde und Kumar brachte uns am Ende zu unserem Hotel.

Elephant Village

Am nächsten Tag stand das Amber Fort auf unsere Sightseeing Liste und das Elephant Village. Das Amber Fort ist wesentlich größer als das Red Fort in Delhi und durch seine Lage in den Bergen noch eindrucksvoller. Von dort aus waren es dann nur ein paar Minuten bis zum Elephant village. Dort kann man – gegen Bezahlung – einen Elefanten mit Holi Farbpulver anmalen und hinterher wieder abwaschen!?!? Natürlich wurde auch der obligatorische Ritt auf einem Elefanten angeboten. Das haben wir bereits in Nepal mitgemacht und es war auf diesem Holzgestell, das dem Elefanten auf den Rücken geschnallt wird, nicht sonderlich bequem. Das wollten wir alles nicht machen, nein, ich wollte unbedingt richtig auf dem Elefanten reiten und zu meiner Überraschung war das möglich! Zuerst saß ich ein paar Runden hinter dem Mahut, dann stieg er ab und ließ mich alleine auf dem Dickhäuter sitzen. Zum erstenmal auf der Reise war ich wirklich überwältigt. Der erster Schritt zu meinem Berufswunsch „Mahut“ ist getan.

Das Amber Fort in Jaipur
Hier werden die Süssigkeiten hergestellt
Der Palast der Winde
Echt happy!

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