Phu Quoc – da muss man nicht hin

Wir haben viel über die Insel gelesen, ziemlich Widersprüchliches, von wunderschön bis horrible. Berichte, die damit beginnen, dass es früher ganz toll, ursprünglich und authentisch war, überspringen wir inzwischen, weil das für nahezu jedes Urlaubsgebiet auf der ganzen Welt gilt und wir nun mal keine Zeitmaschine haben. Wir hatten Phu Quoc eigentlich schon von unserer Route gestrichen, aber es stellte sich heraus, dass der kürzeste und preisgünstigste Weg von Kep zurück ins Mekong Delta eine Fahrt mit der Fähre nach Phu Quoc (2 Stunden) und von dort ein Flug nach Saigon (1 Stunde) ist. Aber wenn man dann schon mal auf der Insel ist, kann man ja auch ein paar Tage dort bleiben und sich selbst ein Bild machen. In meinem Fall blieb es natürlich nicht bei einen Bild. Also für ein paar Tage Strandurlaub ist die Insel ok. Unser Strand, der Ong Lang Beach ist sauber, das Wasser klar und es sind auch nicht allzu viele Leute dort. Drum herum verstreut liegen viele Bars, Restaurants, kleine Geschäfte und jede Menge Hotels, die alle entweder “Resort” oder “Boutique” im Namen führen. Die meisten sind nicht zu groß und recht ansprechend gestaltet. Menschen mit Reishüten, Palmen, Kühe, Geckos und ab und zu ein vorbeifahrendes Fischerboot am Horizont vervollständigen das exotische Flair. Man darf nun nur nicht auf die Idee kommen, mit einem Roller die Umgebung zu erkunden! Es gibt zwei große, stellenweise zweispurige, Straßen, die die Insel von Nord nach Süd durchschneiden. Fährt man darauf durch die Gegend, wird man ständig von riesigen Lastwagen überholt, die hunderte von Baustellen auf Phu Quoc versorgen. Es wird hier gebaut, ohne Ende. Überall entstehen riesige Hotelkomplexe und Ferienanlagen. Verlässt man die Straßen um die Gegend abseits etwas zu erkunden, stößt man leider nur auf sehr holprige, staubige Sandpisten mit riesigen Schlaglöchern. Also keine Touren auf romantische und schönen Wegen zum Entdecken abgelegener Dörfer und idyllischer Ecken. Ein paar wenige davon gibt es natürlich auch hier, aber sie sind rar. Also möglichst bald: Lebwohl, Phu Quoc!

Der Ong Lang Beach: Sehr schön
Hier kann man es schon zwei, drei Tage aushalten
Ein Fischerdorf in Norden der Insel
Ab und zu findet man noch schön gelegene Lokale für eine Rast
Die Hauptstadt der Insel, Duong Dong, ist zumindest tagsüber keine Augenweide. Vielleicht Abends wenn der Nachtmarkt belebt ist
Kunst am Meer
Das Städtchen An Thoi hat einen schönen Fischerhafen
Schaut man aber nach oben sieht man einen der bis zu 160 Meter hohen Pfeilern, die eine acht Kilometer lange Seilbahn zur nächsten Insel bilden
Und überall auf der ganzen Insel: Baustellen über Baustellen

Wer mehr über die Veränderung der Insel erfahren möchte, dem sei der Artikel in Der Zeit: Phu Quoc – Es war einmal eine Trauminsel empfohlen

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