Letzter Tag in Mumbai

Wir haben uns das Ganze in etwa so vorgestellt: Nach dem zweistündigen Flug von Goa nach Mumbai kommen wir ziemlich erschöpft in unserem Hotel „Bollywood Bed & Breakfast“ an. Wir treten ein, alles verstummt, die Blicke auf uns gerichtet. Kurze, gespannte Stille und dann ertönt super gutgelaunte Bollywoodmusik und alle fangen an zu singen und zu tanzen. Bunte Lichter gehen an, es regnet Glitter und Konfetti auf uns herab, Türen gehen auf und immer mehr Menschen stoßen dazu und machen mit, bis der Rausch ganz Mumbai ergreift und sich alle Menschen vom Baby bis zum Greis in vollendeter Choreografie bewegen und Teil eines riesigen Musicals werden. So war es natürlich nicht. Abgesehen von ein paar Filmplakaten gibt es hier kein Bollywood, noch nicht mal Musik oder ein ganz klein wenig Glitter. Zur Entschädigung machen wir mit Reality Tours&Travel die Colaba walking tour. Colaba ist ein Stadteil im Süden Mumbais, das von vielen Kolonialbauten geprägt ist und in dem sowohl die Mumbaier Börse als auch das höchste Gericht zu finden sind. Dazwischen Luxushotels, viele hippe Restaurants, Cafés und Menschen in Anzügen, die aber auch nicht tanzen. Auch das Wahrzeichen des ehemaligen Bombays, das Gateway of India, durch das 1948 die letzten englischen Truppen das Land verlassen haben, steht in Colaba. Die Tour mit unserem Guide Nano ist sehr interessant und amüsant. Er kennt eine Menge witziger Anekdoten und sein Englisch ist sehr gut verständlich. Zum Schluss gibt es noch ein spätes Frühstück in einem der angesagten Cafés und dann müssen wir schon an den Heimflug denken. Vielleicht tanzt ja am Flughafen jemand.

Vollkorn-vegan-vollgesundes Frühstück im „The pantry“
Gebäude aus der Kolonialzeit
Wahrscheinlich der berühmteste Inder
Ich glaube, er tanzt gleich

 

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